Kaschmir aus Nepal: Was die feine Wolle so besonders macht

Von Daniel Woyteczek aktualisiert am 2 Min. Lesezeit

Kaschmir aus Nepal: Was die feine Wolle so besonders macht
  • Kaschmir ist das feine Unterhaar der Kaschmirziege, die unter anderem im Himalaya in Nepal lebt.
  • Die Fasern sind sehr dünn: Kaschmir fühlt sich weich an und wärmt bei geringem Gewicht.
  • Mit der richtigen Pflege bleibt ein Kaschmirbezug viele Jahre schön.

Kaschmir gehört zu den edelsten Wollarten der Welt. Hier erfährst du, woher die Wolle kommt, warum sie so besonders ist und wie du deinen Bezug richtig pflegst.

Woher kommt Kaschmir?

Kaschmirziegen leben in Regionen mit eisigen Wintern, etwa im Hochland von Nepal, Tibet, der Mongolei und Nordindien. Gegen die Kälte bilden sie unter dem groben Deckhaar ein sehr feines, flauschiges Unterfell. Genau dieses Unterhaar wird zu Kaschmir verarbeitet. Der Name stammt von der Region Kaschmir, über die die Wolle früher gehandelt wurde. In Nepal ist die feine Wolle auch unter dem Namen Pashmina bekannt.

Wie wird Kaschmir gewonnen?

Im Frühjahr, wenn die Tiere ihr Winterfell verlieren, wird das Unterhaar ausgekämmt oder gesammelt. Anschließend trennt man die feinen Fasern vom groben Deckhaar, reinigt sie und spinnt sie zu Garn. Pro Ziege kommen so nur wenige hundert Gramm feiner Faser im Jahr zusammen. Das ist einer der Gründe, warum Kaschmir zu den wertvollsten Wollarten gehört.

Warum ist Kaschmir so weich und warm?

Die Fasern sind extrem dünn: Als Kaschmir gelten in der Regel Fasern mit einem Durchmesser von höchstens etwa 19 Mikrometern, meist liegen sie deutlich darunter. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist mehrere Male dicker. Die feinen, leicht gekräuselten Fasern schließen viel Luft ein. Diese Luftpolster halten die Wärme, ohne dass der Stoff schwer oder steif wirkt.

Was bedeutet „100 % Kaschmir“?

Die Angabe bedeutet, dass der Stoff ausschließlich aus Kaschmirfasern besteht und nicht mit Schafwolle, Seide oder Kunstfasern gemischt ist. Mischgewebe sind oft günstiger, fühlen sich aber meist weniger weich an. Die Bezüge unserer Kaschmir-Wärmflaschen bestehen aus 100 % Kaschmir aus Nepal.

Wie pflege ich einen Kaschmirbezug richtig?

  • Selten waschen: Oft reicht es, den Bezug an der frischen Luft auszulüften.
  • Von Hand waschen: in lauwarmem Wasser mit etwas Woll- oder Kaschmirwaschmittel, nicht reiben oder wringen.
  • Liegend trocknen: Wasser sanft in ein Handtuch drücken, den Bezug in Form ziehen und flach trocknen lassen, nicht auf der Heizung.
  • Kleine Knötchen an Reibestellen sind normal und lassen sich mit einem Kaschmirkamm vorsichtig entfernen.

Beachte immer auch das Pflegeetikett deines Bezugs.

Häufige Fragen

Kratzt Kaschmir?

Nein, reiner Kaschmir gilt als besonders hautfreundlich, weil die Fasern so fein sind. Ein Kratzen kommt eher von beigemischter grober Wolle.

Ist ein Kaschmirbezug für eine Wärmflasche nicht zu empfindlich?

Bei normaler Nutzung nicht. Wichtig ist, die Wärmflasche nur mit Wasser bis etwa 60 °C zu füllen und den Bezug trocken zu lagern.

Warum ist Kaschmir so teuer?

Weil jede Ziege nur wenig feines Unterhaar liefert und das Sortieren und Verarbeiten viel Handarbeit erfordert.

Du möchtest Kaschmir selbst erleben? Hier findest du unsere Wärmflaschen mit Kaschmirbezug. Antworten auf allgemeine Fragen zu Wärmflaschen findest du in unserem Ratgeber Die 10 wichtigsten Fragen zu Wärmflaschen.