Wärmflasche im Büro: So bleibst du am Schreibtisch warm

Von Daniel Woyteczek aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Frau im Homeoffice mit Wärmflasche im grauen Teddy-Bezug auf dem Schoß
  • Form: Schlauchwärmflasche für Rücken und Füße, Nackenwärmflasche für die Schultern, klassische 1,8-l-Flasche für Schoß und Bauch.
  • Befüllen: Wasser aus Teeküche oder Heißwasserspender auf höchstens etwa 60 °C abkühlen lassen, nie kochend einfüllen.
  • Am Platz: immer mit Bezug, weg von Laptop und Kabeln, Verschluss vorher kopfüber prüfen.
  • Feierabend: Wasser ausgießen, Flasche offen trocknen lassen, nicht über Nacht gefüllt im Büro liegen lassen.

Wer viele Stunden still am Schreibtisch sitzt, friert schneller als jemand, der sich bewegt. Eine Wärmflasche ist dafür eine einfache Lösung: kein Kabel, kein Lärm, und sie passt in jede Schublade.

Warum frierst du im Büro, obwohl die Heizung läuft?

Weil du dich im Sitzen kaum bewegst und dein Körper dabei wenig eigene Wärme erzeugt. Dazu kommen typische Kältequellen am Arbeitsplatz:

  • Kalter Boden: Füße stehen stundenlang auf Fliesen oder Teppich über Beton.
  • Zugluft: Fenster, Türen, Klimaanlage oder Lüftung direkt am Platz.
  • Stoßlüften: Nach dem Lüften dauert es, bis der Raum wieder warm ist.
  • Homeoffice: Viele heizen tagsüber nur ein Zimmer oder drehen die Heizung herunter.

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 nennt für leichte Arbeit im Sitzen eine Raumtemperatur von mindestens 20 °C. Auch dann empfinden viele den Schreibtischplatz als kühl, vor allem an Füßen und Händen.

Welche Wärmflasche passt an den Schreibtisch?

Das hängt davon ab, wo dir kalt ist und wie viel Platz du hast. Die Füllmengen in der Tabelle entsprechen etwa zwei Dritteln des Volumens.

Form Füllung (ca.) Am Schreibtisch gut für Weniger geeignet für
Schlauchwärmflasche, 1,8 l 1,2 l Rücken an der Stuhllehne, quer über die Füße, auf dem Schoß Kleine Schubladen
Nackenwärmflasche, 1,8 l 1,2 l Nacken und Schultern bei Zugluft von hinten Füße unter dem Tisch
Klassische Wärmflasche, 1,8 l 1,2 l Schoß, Bauch, Hände zwischendurch Den ganzen Rücken
Kleine Wärmflasche, 1 l 0,65 l Hände, Tasche, kurzer Weg zur Teeküche Lange Sitzungen ohne Nachfüllen

Im Büro bewährt sich die Schlauchwärmflasche, weil sie sich über die Stuhllehne legen oder um die Füße wickeln lässt. Wer vor allem im Nacken friert, greift zur Nackenwärmflasche. Für den Schoß reicht eine klassische Wärmflasche.

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Wie befüllst du die Wärmflasche ohne Wasserkocher am Platz?

Am sichersten in der Teeküche, über dem Spülbecken, mit Wasser von höchstens etwa 60 °C. So gehst du vor:

  1. Wasser holen: Wasserkocher oder Heißwasserspender der Teeküche nutzen. Viele Heißwasserspender liefern fast kochendes Wasser.
  2. Abkühlen lassen: Wasser zuerst in eine Kanne oder einen großen Becher geben und warten, oder mit kaltem Wasser mischen. Ein kleines Küchenthermometer in der Schreibtischschublade nimmt dir das Schätzen ab.
  3. Zwei Drittel füllen, Luft herausdrücken, Stopfen fest zudrehen.
  4. Kopfüber prüfen: Tropft über dem Becken nichts, ist die Flasche dicht.
  5. Bezug drüber und erst dann zurück zum Platz tragen.

Im Homeoffice ist die Küche meist nur ein paar Schritte entfernt. Dort kannst du öfter frisch nachfüllen, statt die Flasche einmal sehr heiß zu machen.

Wo legst du die Wärmflasche am Arbeitsplatz hin?

Dort, wo dir kalt ist, und möglichst weit weg von Technik. Bewährte Plätze:

  • Auf den Füßen: Schuhe aus, Schlauchwärmflasche quer über die Füße legen, eine Decke oder ein Kissen darüber hält die Wärme zusammen.
  • Im Rücken: Wärmflasche zwischen Lehne und Rücken klemmen. So bleibt sie beim Tippen an Ort und Stelle.
  • Auf dem Schoß: praktisch bei Videokonferenzen, weil sie nicht im Bild ist.
  • Um den Nacken: bei Zugluft von Fenster oder Lüftung.

Leg die Wärmflasche nicht auf den Schreibtisch neben Laptop, Tastatur oder Steckdosenleisten. Sollte der Verschluss doch einmal nachgeben, ist Wasser an Elektronik das größere Problem als ein nasser Bezug.

Welcher Bezug eignet sich fürs Büro?

Ein Bezug, der weich ist, sich gut waschen lässt und nicht stört, wenn du dich bewegst. Fleece und Teddy sind pflegeleicht und fühlen sich auf dem Schoß angenehm an. Strick wirkt schlichter und passt in einen Raum, den du mit anderen teilst. Wer es besonders weich mag, nimmt sich Kaschmir für den eigenen Schreibtisch im Homeoffice. Weitere Antworten rund um Gebrauch und Pflege findest du in unseren häufigen Fragen zu Wärmflaschen.

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Was machst du nach Feierabend mit der Wärmflasche?

Gieß das Wasser aus, bevor du gehst. Lass die Flasche offen und kopfüber trocknen, zum Beispiel über Nacht am Spülbecken der Teeküche oder an deinem Platz auf einem Handtuch. Am nächsten Morgen füllst du frisches Wasser ein. So bleibt die Flasche länger in gutem Zustand, und es riecht nichts.

Häufige Fragen

Darf ich eine Wärmflasche im Büro benutzen?

In den meisten Büros ja, denn sie braucht keinen Strom und keine Steckdose. Wenn es bei euch Regeln für eigene Geräte oder die Teeküche gibt, frag kurz nach.

Wie lange bleibt die Wärmflasche am Schreibtisch warm?

Das hängt von Füllmenge, Bezug und Raumtemperatur ab. Ein dicker Bezug und eine größere Füllmenge halten die Wärme länger. Wird sie kühl, füllst du in der Teeküche einfach frisch nach.

Kann ich das Wasser direkt aus dem Heißwasserspender nehmen?

Nicht unverdünnt. Spenderwasser ist oft fast kochend. Lass es abkühlen oder misch es mit kaltem Wasser, bis es höchstens etwa 60 °C hat.

Welche Größe passt in die Schreibtischschublade?

Eine klassische 1,8-l-Wärmflasche oder eine kleine 1-l-Flasche passt in die meisten Schubladen. Eine Schlauchwärmflasche lässt sich leer zusammenrollen.